Schattenbahnhof

aus DerMoba, der Wissensdatenbank für Modellbahner
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    Ein Schattenbahnhof ist ein (nicht sichtbarer) Abstellbahnhof. Er dient dazu, komplette Züge abzustellen und dadurch die sichtbare Zugfolge auf der Modellbahn abwechslungsreicher zu gestalten. Schattenbahnhöfe können manuell oder automatisch gesteuert werden.

Weil Schattenbahnhöfe im allgemeinen verdeckt angeordnet sind, ist ein handwerklich sauberer Aufbau für einen sicheren Betrieb unabdingbar. Außerdem sollten alle Gleise mit Besetztmeldern ausgestattet sein, damit der Bediener weiß, in welchen Gleisen Züge stehen.

Eine besondere Form des Schattenbahnhofs ist der sogenannte "Fiddle Yard", der zum manuellen Bilden und Umstellen von Zügen genutzt werden kann. Er ist daher gut zugänglich außerhalb der landschaftlich gestalteten Anlage angeordnet.

Wozu braucht eine Modellbahnanlage so was eigentlich?

Oft werden auf einer Modellbahn mehr Züge eingesetzt, als im sichtbaren Teil der Anlage untergebracht werden können. Im Schattenbahnhof können diese abgestellt werden.

Wie groß muss ein Schattenbahnhof sein?

Je mehr Gleise ein Schattenbahnhof hat, um so mehr Züge können dort abgestellt werden. Auch wenn der Schattenbahnhof beim Bau der Anlage "zu groß" ist, so füllt sich der übliche Schattenbahnhof meist schnell und erscheint später "zu klein".

Wie lang müssen die Gleise im Schattenbahnhof sein?

Das längste Abstellgleis im Schattenbahnhof definiert die maximale Zuglänge. Längere Züge müssen entweder bei der Einfahrt geteilt werden oder "draußen bleiben".

Kann ein Schattenbahnhof komplett umbaut werden?

In jedem Schattenbahnhof wird irgendwann einmal ein Zug entgleisen oder eine Weiche beschädigt. Ist der Schattenbahnhof nicht zugänglich, so kann das sehr frustrierend werden. Deshalb sollte jeder Punkt des Schattenbahnhofs "erreichbar" sein. Im Idealfall kann der Schattenbahnhof (oder ein Teil davon) für Wartungsarbeiten demontiert werden.

Wie kommen die Züge in den Schattenbahnhof?

Die Phantasie des Erbauers ist gefragt - den sichtbaren Teil der Anlage verlässt ein Zug z.B. durch einen Tunnel oder "hinter" einer Brücke bzw. einem Gebäude. Je nach Anordnung des Schattenbahnhofs reicht eine Durchfahrt, eine einfache Rampe oder es bedarf der Konstruktion einer Gleiswendel.

Weitere interessante Möglichkeiten für die Zufahrt zum Schattenbahnhof wären: - eine Eisenbahnfähre - ein "Eisenbahn-Lift" - ...

Welche Elemente braucht ein Schattenbahnhof?

Je nach vorhandenem Platz und gewünschtem Betrieb der Anlage werden folgende Elemente benötigt: - Wendeschleife - Abstellgleise - Rangiergleise - Schiebebühne - Gleis zum Einsetzen der Wagen - Anschluss für ein Zug-Aufbewahrungs-System

Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Fiddle Yard

Ein Fiddle Yard ist häufig nur ein gerades Stück Gleis, auf dem die Waggons und Loks nach Bedarf aufgegleist werden. Er kann aus mehreren Gleisen bestehen und durch eine Schiebebühne oder eine Drehscheibe ergänzt werden.

Verschieden Möglichkeiten, wie man ein Fiddle Yard gestalten kann findet man auf der englischsprachigem Seite von Stephen Chapman.

Stumpfgleise

Das Zufahrts-Gleis mündet über Weichen in mehrere Abstellgleise. Der Schattenbahnhof verfügt meist nur über eine Zufahrt.

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Hintereinander-Parker

Ein sehr langes Gleis wird in Abschnitte eingeteilt, in denen mehrere Züge hintereinander parken. Häufig werden Gleiswendeln zu diesem Zweck verwendet, wobei zu beachten ist, dass nur Züge auf die Anlage können, die direkt am Ausfahrgleis stehen. Will man einen Zug ausfahren lassen, der "in der Mitte" steht, so müssen mehrere Züge umgeparkt werden.

Kehrschleife

Meist ein Bestandteil von Schattenbahnhöfen, ein Gleis dass von den Zügen durchfahren werden kann, um "umzudrehen". Eine solche Kehrschleife ist oft im Betriebs-Konzept einer Anlage vorgesehen und kann als solche nicht zum Abstellen von Zügen verwendet werden (dafür müssen extra Abstellgleise vorgesehen werden).

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Gleisharfe

Eine Reihe von Abstellgleisen, die an beiden Enden angebunden sind (im Gegensatz zu Stumpfgleisen). Bei einer Gleisharfe ist im Allgemeinen darauf zu achten, dass ein Gleis als Durchfahrtsgleis reserviert wird und nicht zum Abstellen von Zügen verwendet wird.

Um möglichst gleichmäßige Gleislängen zu erhalten ist bei der Anordnung der Weichen die Variante A der Variante B vorzuziehen.

Variante A:

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Variante B:

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Gleis zum Einsetzen von Wagen

Auch dem vorsichtigsten Modellbahner wird hin und wieder ein Wagen (oder ein Zug) entgleisen. Dann ist es hilfreich, wenn an einer gut zugänglichen Stelle des Schattenbahnhofs ein gerades Gleis zur Verfügung steht, um die Wagen gleich wieder einzusetzen. An Stelle eines Prellbocks kann hier gleich das Eingleiswerkzeug befestigt werden (dann ist es immer zur Hand). Dieses Gleis kann auch bei Bedarf zum Rangieren von Zügen (wenn die Wagen mal vertauscht werden sollen) oder als "Fiddle Yard" dienen.

Anschluss für ein Aufbewahrungs-System

Gerade bei kleinen Anlagen ist oft nicht genug Platz, um alle Züge im Schattenbahnhof unterzubringen. Eine Möglichkeit ist die Aufbewahrung der Züge in "Röhren" (Vitrinen). Bei Bedarf wird eine solche Vitrine an ein freies Gleis angesetzt und der Zug kann gleich auf die Anlage auffahren.

Wie bekomme ich das alles auf meiner Anlage unter?

Nicht alle erläuterten Teile müssen realisiert werden. Vielmehr sollte man sich für eine sinnvolle Mischung entscheiden, die sowohl räumlich als auch betrieblich sinnvoll ist.

Beispiele

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