Märklin H0 : Elektrik

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Elektrik

Farbcodierung der elektrischen Leitungen

Die elektrischen Eisenbahnen der Spurweite HO von Märklin sind der besseren Übersicht halber mit einigen Kennfarben für verschiedene Funktionen gekennzeichnet. Dabei müssen zwischen Kabelfarben und Steckerfarben unterschieden werden:
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  • gelb (Stecker und Kabel) sind grundsätzlich die Spannungszuleitungen elektromagnetischer Verbraucher (Weichen, Signale) und die Anlagenbeleuchtung
  • braun (Stecker und Kabel) sind (obligatorisch!) alle Masserückführungen
  • rot (Kabel und Stecker) ist die Fahrstromversorgung
  • grün (Kabel und Stecker) bei alten Anlagen für Weichen- und Signalantriebe.
    Zur besseren Funktion der Spulen wird bisweilen wieder (!) eine separate Stromversorgung benutzt.
  • blau (Kabel) sind alle über Masse geschaltenen elektromagnetischen Verbraucher. Welche Einstellung damit geschalten wird, hängt von der Steckerfarbe ab:
    • grün (Stecker) Signale auf Fahrt, Weichen auf Geradeaus, Drehscheiben in Rechtsrichtung
    • rot (Stecker) Signale auf Halt, Weichen auf Abbiegen, Drehscheiben in Linksrichtung, Dreiwegweichen auf links abbiegen.
    • orange (Stecker) Signale auf Langsamfahrt, Dreiwegweichen auf rechts abbiegen
  • schwarz (Kabel) kommt nur als Zuleitung analoger Beleuchtungen in Wagen vor.
  • grau (Kabel) nur intern bei Signalen als Glühlampenzuleitung.


Zur Vermeidung von Kurzschlüssen wird dringend empfohlen, sich an die Farbcodierung zu halten. Um Probleme bei Störungssuche mit einem Wirrwarr von Kabeln zu vermeiden, sollten die Kabel auf der Unterseite der Anlagenplatte geordnet verlegt werden. Ein Beispiel, wie es nicht gemacht werden sollte kann man auf nebenstehendem Bild sehen. Ein erhebliches Gefahrenpotential ist im Vordergrund zu sehen, bei dem ein blaues Kabel mit rotem Stecker mit einem roten Kabel und rotem Stecker verbunden ist. Somit ist eine eindeutige Zuordnung zu Fahrstrom (?) oder Weiche abzweigen (?) oder Signal auf Zughalt (?) nicht mehr ohne Aufwand möglich.

Transformatoren

Seit 1935 (Beginn der Märklin HO-Ära) wurde viele verschiedene Transformatoren produziert. Allen Transformatoren (englisch "Transformers") ist gemein, daß sie weniger als 60W Leistung abgeben bei einer Nennspannung von 16V (ACHTUNG! Ältere Trafos können bis 19V Spannung als Fahrspannung abgeben!). Die Leistungsbegrenzung geschieht aus Sicherheitsgründen (60W/16V ergibt einen Strom von fast 4A; genug um Metalle zusammenzuschweißen!).
Folgende Tabelle gibt eine kurze Transformatoren-Übersicht zu deren Betriebswerten (den Typenschildern entnommen)

Trafotyp Nennleistung [VA] max. Strom [A] Spannung B [V]* Spannung L [V]* Bemerkung
280 A 30 1,5 8-16 16 Weichen (grüne Buchse 20V)
37540 10   7-16(24) 16 In Anfangspackungen
6111 30 2 6,5-13 16 125 V-Version
6173 30 2 6,5-13 16  
6177 30 1,8 7-16(23) 16  
6211 50 3,2   16 für Beleuchtungen
6413 10 0,62 7-16(23) 16 In Anfangspackungen
6511 16 1 7-16(24) 16  
6611 40 2,5   16 für Beleuchtungen
6631 30 2 4-16(24) 16  
6647 32 2 4-16(24) 16  
P6401 10 0,62 7-16(23) 16 in Anfangspackungen
Primex

*Im Leerlauf sind die erreichbaren Spannungen bis ca. 15% größer als hier angegeben.

Falls die Leistung eines Transformators nicht ausreicht, müssen die Verbraucher in verschiedene Stromkreise aufgeteilt und weitere Transformatoren verwendet werden. ES IST DRINGEND DAVON ABZURATEN, NETZTEILE MIT EINER LEISTUNG ÜBER 60W BEI 16V ZU VERWENDEN! Eine Abschätzung zum Leistungsbedarf findet sich unter Leistungsbedarf . Falls ein Transformator defekt ist, oder (vor allem bei älteren Transformatoren) die Kabelisolierung brüchig wird/ist, sollte man den

== Trafo außer Betrieb nehmen ==

.

Eine Reparatur ist zwar möglich, doch sollte sie von einer Fachkraft vorgenommen werden.

AUF KEINEN FALL DÜRFEN OHNE AUSREICHENDE KENNTNISSE MANIPULATIONEN AM NETZTEIL DES TRAFO DURCHGEFÜHRT WERDEN!

Alle Transformatoren sind kurzfristig überlastbar. Schaltet ein Trafo häufig von selbst ab, sollte man den Strom abstellen und nach der Ursache suchen.

Stromabnahme

Eine Stromabnahme im Märklinsystem erfolgt in motorisierten Modellen mit Schleifer oder Pantographen (Stromabnehmer). Aufgrund der vielen verschiedenen Bauarten beider Bauteile ist eine getrennte Betrachtung angebracht.

Schleifer

Sofern Ersatzschleifer im Handel erhältlich sind, ist ein Neukauf sinnvoll. Lediglich bei exotischen, teuren oder nicht mehr verfügbaren Schleifertypen lohnt sich eine galvanische Behandlung. Alternativ ist es bei einigen Typen möglich, nur den Schleifschuh auszutauschen. Ein Aufbewahren der Halteplatte lohnt sich in jedem Fall wenn die Andrückfeder nicht verbogen ist.

Katalog-
nummer
Kurzbeschreibung Verwendung Abbildung
7074 Innenbeleuchtung mit
Klappschischleifer
Für Wagen mit vorbereitetem Blechboden
Katalognummern 4002, 4003, 4004, 4005,
4041, 4067, 4079, 4080. Bei nachlässiger Installation
kann es zu Entgleisungen bei Fahrtrichtung entgegen
der Klapprichtung kommen. Seit 1992 nicht mehr produziert.

Datei:Märklin-7074.jpg

7075 Klappschischleifer für
Blechschürzenwagen
Für Wagen der Katalognummern 4006 - 4017,
4020, 4021, 4035 und 4038. Aufbau analog 7074.
Seit 1968 nicht mehr produziert.
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7076 Klipsschleifer für
Zugschlußbeleuchtung
Speziell für Blechwagen mit einer Gesamtlänge
von 10 cm geeignet. Seit 1991 nicht mehr produziert.
Schleiferaufhängung aufbewahren! Passender
Ersatzschuh von 7185.
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7164 symmetrischer Schischleifer
mit kleiner Pertinaxplatte
Für Lokomotiven mit geringem Platz zur
Schleiferbefestigung

Datei:Märklin-7164.jpg

7165 unsymmetrischer Schischleifer
mit kurzem Schleifer und kleiner
Pertinaxplatte
Für Lokomotive 3000 Mitte der
60'er Jahre. Nicht mehr produziert.
Existenz nicht bewiesen.

Datei:Märklin-7165.jpg

7166 symmetrischer Schischleifer
mit kleiner Pertinaxplatte
Für Lokomotiven mit geringem Platz zur
Schleiferbefestigung. Hauptsächlich kleine Rangierloks.

Datei:Märklin-7166.jpg

7173 unsymmetrischer Schischleifer mit
zusätzlichen Haltelöchern
auf der Pertinaxplatte
Für ältere Modelle der
Katalognummern 3031, 3065.
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7174 symmetrischer Schischleifer mit
zusätzlichen Haltelöchern
auf der Pertinaxplatte
Für ältere Modelle z.B.
Katalognummern 3023, 3024, 3048.
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7175 besonders kurzer Schischleifer mit
zusätzlichen Haltelöchern
auf der Pertinaxplatte
Für Modelle mit geringem Platz
z.B. Katalognummern 3009, 3015.
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7176 kurzer Schischleifer Speziell für Schienenbusbeiwagen
Katalognummer 4018 bis Anfang 70'er Jahre
Nicht mehr produziert, Ersatz durch 7164

Datei:Märklin-7176.jpg

7177 Klappschischleifer mit
seitlicher Befestigung
Für Modelle der Katalognummern
DT800, ST800, DL800, 3010, 3017, 3025
Seit 1961 nicht mehr produziert. Nachbau
durch Herrn Ritter (Nürtingen)
Pertinaxplatte sollte aufbewahrt werden!
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7181 Klappschischleifer mit
seitlicher Befestigung
Für Modelle der Katalognummern
RE800, SE800, SEW800, SEWH800
Seit 1961 (?) nicht mehr produziert. Nachbau
durch Herrn Ritter (Nürtingen)
Pertinaxplatte sollte aufbewahrt werden!

Datei:Märklin-7181.jpg

7183 Schischleifer mit Drehgestellabdeckung Für Modelle der Katalognummern
3021, 3073, 3081

Datei:Märklin-7183.jpg

7185 unsymmetrischer Schischleifer mit
kurzer Pertinaxplatte
Weit verbreitet
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Diverse verschiedene Typen Neuere Schleifer gelten als Einzelteil
und erhalten daher keine eigenen
Katalognummern mehr. Häufigster Schleifer ist Nr. 206370
welche auf Tenderdrehgestelle aufgeklipst wird.

Datei:Märklin-206370.jpg

Andere R40064
R40065
"Flüsterschleifer" von Roco
nicht überall verwendbar

Datei:Märklin-R400645.jpg

Pantographen


Dieser Artikel ist auf der Basis dem Abschnitte 3 der alten "FAQ H0 AC" von Stephan-Alexander Heyn entstanden. Mehr über die Artikel "Märklin H0" unter Märklin H0 : Allgemeines